2,7 Millionen Liter Abwasser täglich

Wer eine Internetsuchmaschine rund ums Thema Toilette füttert, bekommt allerlei interessante Fakten serviert. Beispielsweise, dass deutsche Ehepartner im Schnitt immerhin acht Minuten täglich miteinander reden - aber ganze zwanzig Minutenv auf dem stillen Örtchen verbringen. Auf ein Leben hochgerechnet, macht das drei Jahre. Das sind etwa 1,5 Millionen Minuten. Doch was passiert eigentlich mit dem Abwasser, nachdem es die Toilette verlassen hat? Der Weg des Abwassers ist lang und unscheinbar. Während der Straßenverkehr für jeden spür– und sichtbar ist, nehmen zum Beispiel die Lübbener ihre 90 Kilometer langen Abwasserkanäle und die ebenso langen Wasserleitungen kaum wahr. Sie liegen tief in der Erde. Um eine Kleinstadt wie Lübben mit etwa 14 000 Einwohnern einen Tag zu versorgen, fließen täglich 1,8 Millionen Liter Wasser durch die Leitungen. Am Klärwerk kommen mit Regenwasser ungefähr 2,7 Millionen Liter Abwasser an. Der Durchschnittsdeutsche verbraucht durch das Betätigen der Toilettenspülung 44 Liter täglich durch das Betätigen der Toilettenspülung. Zum Vergleich: 41 Liter verbrauchen wir in der Dusche oder Badewanne. Doch Wasser ist nur die eine Seite. Jeder Deutsche verbraucht einen Kilometer Toilettenpapier im Jahr. Damit aus dem verunreinigten Naß irgendwann einmal wieder Trinkwasser wird, sind allerhand Zwischenschritte nötig: